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Fragen aus der Praxis zum Thema leaky gut (der lecke Darm)

1. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Darm und Arterioskleroserisiko?
Bestimmte Darmbakterien bauen Nahrungsbestandteile wie Lecithin (aus Eiern) oder Carnitin (aus Fleisch) zu einem Stoff ab (TMAO), der das Risiko für Arteriosklerose erhöht. Welche Bakterien im Einzelnen dafür verantwortlich sind, ist noch ungeklärt.

2. Wie fördern Darmbakterien Übergewicht?
Die sogenannten Firmicuten wandeln unverdaute Kohlenhydrate im Dickdarm zu Fett um. Dieses Fett wird wieder in die Blutbahn aufgenommen und kann die Kalorienbilanz stören. Bis zu 200 Kalorien pro Tag können so im Darm entstehen.

3. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Diabetes und Darm?
Leaky gut kann zu Autoimmunkrankheiten führen. Bei Diabetes mellitus Typ 1 kann so die Krankheitsentwicklung gefördert werden.
Typ 2-Diabetiker (Übergewichtsdiabetiker) haben meist besonders geschädigte Därme, wie Daten aus meiner Praxis belegen.
Bestimmte, bei Typ 2-Diabetikern vermehrt vorkommende Darmbakterien haben entzündungssteigernde Eigenschaften.
Eventuell wirken auch Antidiabetika schleimhautschädigend.
Leaky gut verstärkt die sogenannte Insulinresistenz offenbar durch eine chronische Mikroentzündung der Darmschleimhaut, die über die Pfortader zu einer Belastung der Leber mit Entzündungsstoffen führt.
Dadurch wird die Zuckerneubildung der Leber verstärkt.
Die Übertragung von Stuhl von gesunden Probanden in den Darm von Diabetikern (sogenannte Fäkaltransplantation) hat die Insulinresistenz verringert.

4. Welche Rolle spielt der Darm bei der Adipositaschirurgie?
Nach Adipositaschirurgie, speziell nach Dünndarmbypass, kommt es zu starken Veränderungen dar Bakterienflora. Offenbar werden bestimmte Bakterien selektiert, die den raschen Gewichtsverlust direkt nach der Operation noch fördern. Eventuell werden durch diese Selektion aber auch Bakterien begünstigt, die langfristig die Tumorentstehung fördern.
Nach meinen Untersuchungen haben bisher fast alle Patienten schon vor der Operation einen leaky gut. Nach der Operation sind die Werte generell noch schlechter. Eine Therapie des leaky gut ist schon vor der Operation dringend anzuraten.

5. Kann man leaky gut mit Antibiotika heilen?
Man kann mit Antibiotika wie Rifaximin oder Metronidazol eine Überwucherung mit krankmachenden Bakterien zurückdrängen, die Belastung der Schleimhautbarriere verringern und kurzfristig Beschwerden lindern. Eine längerfristige Darmsanierung gelingt alleine mit diesen speziellen Antibiotika nicht.

6. Was mache ich, wenn ich wegen einer Infektion doch einmal ein Antibiotikum einnehmen muss?
Man kann bei gleichzeitiger Therapie mit einem guten Probiotikum Darmschädigungen abmildern beziehungsweise verhindern. Nach der Therapie sollte mit einer Stuhluntersuchung eine weitergehende Schädigung der Darmschleimhaut ausgeschlossen werden.

7. Welche Rolle spielt die Ernährung bei leaky gut?
Eine zentrale Rolle! Sie kann die Stuhlflora beeinflussen, sie kann Zellstress an der Darmschleimhaut verursachen, sie ist mit unterschiedlicher Aggressivität für Nahrungsmittelallergien verantwortlich, sie führt eventuell Umweltschadstoffe (Pestizide, Schwermetalle, Antibiotika) zu, der Nährstoffgehalt ist für die Regeneration der Darmschleimhaut entscheidend,
man ist also, was man isst!

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Anton Kellner

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