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Archiv | Borreliose

Borreliose - eine heimtückische Erkrankung


Zecke 1. Allgemeines:
Borreliose wird hauptsächlich durch Zecken- und Insektenstiche übertragen und verursacht eine chronische Erkrankung.
Eine Untersuchung in Bayern ergab 2004, dass etwa 30% der Zecken infiziert waren, eine Untersuchung in Kaiserslautern ergab eine Durchseuchung von 50%.
In Bayern rechnete man in einer Erhebung beim Menschen mit 10 000 Neuerkrankungen pro Jahr, das sind im Vergleich mit der zweiten Zeckenerkrankung FSME (109 Fälle in Bayern in 2007) etwa 100 mal mehr Infektionen. Eine neuere Berechnung der Techniker-Krankenkasse (TK, 6,7 Millionen Versicherte) aus dem Jahre 2008 kam auf 61 000 "Arztkontakte" pro Jahr. Das würde für Deutschland etwa 750 000 Fälle pro Jahr bedeuten. Im Jahre 2009 wurde eine Steigerung der Fallzahl in Baden-Württemberg um 25%, in Rheinland-Pfalz um 44% errechnet (näheres unter www.tk.de). Die geplante Meldepflicht für Borreliose im Saarland und Rheinland Pfalz könnte die Datenbasis sicher verbessern. Allerdings ist unklar, nach welchen Kriterien Verdachts- oder Erkrankungsfälle erfasst werden sollen. Das eigentlich heimtückische ist, dass die Erkrankung meist viel zu spät oder gar nicht erkannt wird!
Die Borrelien können sich nach der Infektion im Körper in Bindegewebs- und Nervenzellen zurückziehen, dort schlummern und erst nach Jahren oder Jahrzehnten Probleme bereiten. Dies erklärt, warum man sich nach Jahren bei Auftreten von Beschwerden eventuell gar nicht mehr an einen Zeckenstich erinnern kann.

2. Symptome:
A. Früherkrankung: in den ersten 3 Wochen nach dem Stich:

  • ringförmige Rötung um die Stichstelle
    (sog. Erythema chronicum migrans).
  • Fieberhafte grippeähnliche Erkrankung

Beide Symptome sind nur bei maximal 60 % der Infizierten vorhanden.
B. Spätstadium: nach Monaten, Jahren oder Jahrzehnten:
Vielfältige Symptome!! Die Borreliose ist ein Chamäleon!

  • Häufig Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen wechselnder Lokalisation, Herzprobleme, Nervenentzündungen, Lähmungen, psychische Symptome, Hautveränderungen (bläuliche Verfärbung, sogenannte Akrodermatitis atrophicans, violette Knötchen, sogenanntes Lymphozytom), Bauchbeschwerden mit Blähungen, Durchfall, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, chronische Müdigkeit usw.

Viele dieser Symptome sind allerdings nicht spezifisch für Borreliose, sondern können auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Erkrankungen und Diagnosen, bei denen man immer eine Borreliose ausschließen sollte, sind:
Fibromyalgie, Gelenkrheuma, chronische Müdigkeit, Depression, Multiple Sklerose, Parkinson-Syndrom, Schlaganfall, Gesichtsnervlähmung, chronische Nervenentzündungen, Karpaltunnelsyndrom, chronischer Kopfschmerz, Migräne, Herzrhythmusstörungen.
Borreliose kann auch zusätzlich zu den genannten Erkrankungen vorliegen!! Bei Interesse verlangen Sie bitte unsere Checkliste (in der Praxis erhältlich).
Wichtig: Die Symptome der Früherkrankung können sich auf eine vorbestehende, eventuell symptomarme chronische Borreliose aufpfropfen!

3. Diagnose:
A. Wichtig ist: dran denken!
B. Nach einem Zeckenstich: Zecke fachgerecht entfernen (am besten mit einer Zeckenschlinge). Dann das Tier in einem Röhrchen aufbewahren, binnen 2 Tagen in die Praxis bringen und auf Borrelienbefall untersuchen lassen. Wenn die Zecke mit Borrelien infiziert ist, erfolgt in 50% der Fälle auch eine Übertragung auf den Menschen. Das heißt nicht, dass der Mensch dann auch erkranken muss! Wir müssen in dieser Situation aber eine vorbeugende Therapie diskutieren (zum Beispiel mit Biophotonen)
C. Bluttests: hier beginnen die Probleme: die gängigen, auch in Leitlinien empfohlenen Bluttests sind bei einem großen Teil der Erkrankten nicht aussagekräftig. Im günstigsten Fall beweisen sie einen früheren Kontakt mit Borrelien, im ungünstigsten Fall (bei bis 40 % der Betroffenen!) zeigen sie gar nichts an!
Der genaueste Test ist der LTT (Lymphozytentransformationstest), denn er zeigt die aktuelle Immunreaktion des Körpers auf lebende Borrelien an (s. Infoblatt). Leider ist er wie so viele sinnvolle Tests und Therapien aus der Erstattung der gesetzlichen Kassen herausgenommen worden. Wir bieten ihn zu einem Sonderpreis von 129.- Euro an.
D. Anzüchtung der Erreger aus Gelenk- oder Nervenwasser (gelingt nur sehr selten, ist aber beweisend für die Infektion)
E. Vorliegen eindeutiger Symptome: gilt für Erythema chronicum, Akrodermatitis und Lymphozytom.

4. Therapie:
A. möglichst rasche Entfernung der Zecke nach einem Stich
B. in den ersten 6 Wochen bei Auftreten von Erythema oder Fieber: Bluttest, dann antibiotische Therapie für 4 mindestens Wochen - trotz aller Bedenken gegenüber längerdauernder Antibiotikatherapie erreichen wir bei echter Früherkrankung (!) zuverlässig Heilungsraten von 90%, wenn bestimmte Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden:

  • Blutspiegelkontrolle bei Doxycyclin- bzw. Minocyclintherapie
  • Verabreichung von Probiotika vom ersten Therapietag an
  • Laborgestützte und -kontrollierte Verabreichung von Mikronähr-
    stoffen

C. Bei Diagnose nach Ablauf von 6 Wochen immer langfristige multimodale Therapie (siehe separates Informationsblatt)
D. 8 Wochen nach der Therapie kann man mit dem LTT feststellen, ob die Borrelien ausgemerzt wurden.

5. Zum Schluss:

  • Nach jedem Zeckenstich ist 4 Wochen lang auf das Auftreten verdächtiger Symptome einer Frühinfektion zu achten, ferner 12 Monate lang auf Gelenkschmerzen und sonstige unklare Symptome.
  • Bei auf Spätkomplikation verdächtigen Symptomen ist konsequente Diagnostik und ggf. Therapie erforderlich.
  • Nach Therapie einer Spätkomplikation ist langfristig auf ein Wiederauftreten zu achten.
  • Da die Zecken nicht nur Borrelien übertragen können, sondern leider auch eine ganze Reihe anderer Erreger (zum Beispiel Ehrlichien, Rickettsien, Babesien usw.) sind im Verdachtsfall auch diesbezüglich gezielte Tests erforderlich.

Anton Kellner, Mitglied der Deutschen Borreliose-Gesellschaft, 2011

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