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Verschiedenes Normalisierung einer diastolischen Dysfunktion des Herzens durch Oxyvenierungs­therapie

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Normalisierung einer diastolischen Dysfunktion des Herzens bei kardialer Mikroangiopathie und koronarer Herzerkrankung durch Oxyvenierungstherapie

Zusammenfassung:
Vorgestellt wird der Fall eines 59 jährigen Mannes mit ungünstigem Profil kardiovaskulärer Risikofaktoren. Er erleidet im April 2016 einen Vorderwandinfarkt des Herzens bei koronarangiographisch nachgewiesener 2-Gefäß-Erkrankung. Nach Stentversorgung und medikamentöser Einstellung ist der Patient im weiteren Verlauf zunächst beschwerdefrei.
Er entwickelt ab 04-2017 zunehmende belastungsabhängige Stenocardien.
Eine Restenosierung von Stent und Koronararterien wird in 10-2017 coronarangiographisch ausgeschlossen. Kardiologischerseits wird in der Folge eine kardiale Mikroangiopathie mit diastolischer Dysfunktion diagnostiziert.
Daraufhin wird eine Therapie mit 19 Anwendungen der Oxyvenierung durchgeführt. Die vorbestehende Medikation wird beibehalten.
Bei echokardiographischer Kontrolle hat sich die diastolische Dysfunktion vollständig zurückgebildet. Der Patient ist bei guter Belastbarkeit beschwerdefrei.

Folgerung:
Die Kasuistik zeigt, dass die Oxyvenierung offenbar ein effektives Therapieverfahren bei kardialer Mikroangiopathie darstellt. Diese Beobachtung wird nun an weiteren PatientInnen mit dieser Erkrankung überprüft.

Einleitung:
Die kardiale Mikroangiopathie (kardiales Syndrom X) ist dadurch charakterisiert, dass die Betroffenen Zeichen der gestörten Myocardperfusion haben, ohne dass relevante Stenosen der Koronararterien nachweisbar sind. Den diagnostischen Goldstandard stellt die Myocardszintrigraphie mit Belastung dar. Alternativ ist der echokardiographische Nachweis einer diastolischen Dysfunktion ein Indikator einer (mikroangiopathisch bedingten) Ischämie des Herzens. Andere Ursachen der diastolischen Funktionsstörung (hypertensive Kardiopathie, große Infarktnarbe, restriktive oder hypertrophe Kardiomyopathie) müssen ausgeschlossen werden.
Die Oxyvenierungstherapie ist ein bewährtes Verfahren zur Förderung der Mikrozirkulation, z.B. bei mikroangiopathisch bedingter peripherer Polyneuropathie oder trockener altersbedingter Makuladegeneration. Bei regelmäßig wiederholter Applikation wird medizinischer Sauerstoff in aufsteigender Dosis über eine spezielle Apparatur in eine periphere Vene infundiert. Dies führt unter anderem zur Freisetzung von Prostacyclin, das in der Mikrostrombahn gefäßerweiternd wirkt. Der Effekt verstärkt sich im Laufe der Therapie kumulativ. Der Fallbericht beschreibt die Anwendung bei einem Patienten mit kardialer Mikroangiopathie.

Anamnese, Befund, Therapie und Verlauf:
Der 59 jähriger Mann wurde erstmalig 11-2015 in der Praxis Kellner zur Gesundheitsuntersuchung vorstellig. Er war subjektiv beschwerdefrei. An Vorerkrankungen lagen eine Hyperurikämie mit rezidivierenden Gichtanfällen und eine Histaminintoleranz vor. Bei der Untersuchung traten multiple vaskuläre Risikofaktoren zu Tage:
Der Mann rauchte 15 Zigaretten pro Tag (15 pack years). Er wies eine Fettstoffwechselstörung (Erhöhung von Lipoprotein (a) um das 3-fache des Grenzwertes, von oxidiertem LDL um das Doppelte des Grenzwertes), eine arterielle Hypertonie (Blutdruck bis 210/110 mm Hg in der Langzeitblutdruckuntersuchung), eine Insulinresistenz (HOMA - Index 8,4), eine Hyperurikämie mit Gichtarthropathie, Übergewicht mit viszeraler Fettvermehrung (BMI 26 kg/qm mit Taillenumfang von 103 cm) und eine hohe psychosoziale Stressbelastung im Berufsalltag auf.
Er ist Angestellter im öffentlichen Dienst, verheiratet und hat 1 Sohn.
Weitere Diagnosen waren intestinale Histaminose, intestinale Barrierestörung, gastroösophagealer Reflux und mitochondriale Dysfunktion.
Bei der externen kardiologischen Erstuntersuchung in 12-2015 waren Ergometrie und Echokardiographie ohne pathologischen Befund, In der Duplexuntersuchung waren flache Plaques der Carotiden ohne höhergradige Stenosen nachweisbar.
Auf Wunsch des Patienten erfolgte eine Aderlasstherapie zur Blutdrucksenkung.
Im weiteren Verlauf war die Blutdruckeinstellung wegen Unverträglichkeit verschiedener Medikamente unzureichend. Eine intensivierte Naturstofftherapie wurde nicht gewünscht.
4- 2016 erlitt der Patient einen akuten Myocardinfarkt (ST - Hebungsinfarkt, STEMI). Koronarangiographisch erfolgte der Nachweis einer 2 - Gefäß-Erkrankung (Verschluss der LAD (Vorderwandgefäß), 50% ige CX - Stenose (Ramus circumflexus, Seitenwandgefäß). Es wurde ein Stent der LAD implantiert (drug eluting stent - DES). Nach Intervention verblieben eine 70 % ige Stenose des LAD-Seitenastes D2 und die CX-Stenose. Die Ejektionsfraktion (EF) lag bei 62 %.
Während stationärer Rehabilitationsbehandlung erfolgte ein Rauchstopp. Der Patient begann mit körperlichem Training und nahm die kardiologischerseits verordnete Medikation regelmäßig ein..
Bei wiederholten kardiologischen Kontrollen wurde eine normale systolische und diastolische Funktion festgestellt, die EF lag bei 70 %.
Ab 4 - 2017 litt der Patient unter rezidivierender, an Häufigkeit zunehmender Angina pectoris bei körperlicher Anstrengung. Er wurde wiederholt stationär in der Klinik zum Ausschluss eines Reinfarktes aufgenommen.
10-17 wurde bei einer Re - Coronarangiographie ein unveränderter Befund ohne Restenosierung diagnostiziert.
11-17 wurde bei persistierenden Beschwerden nun kardiologischerseits die Diagnose einer mikrovaskulären Kardiopathie mit diastolischer Dysfunktion 2. Grades (= Relaxationsstörung) gestellt. Die EF lag bei 62 %. Eine Myocardszintigraphie wurde nicht veranlasst.
1 - 2018 erfolgte die Durchführung einer Oxyvenierungstherapie in meiner Praxis.
Es wurden 19 Anwendungen in einer Frequenz von 3 - 4 x pro Woche verabreicht. Die tolerierte Sauerstoffmenge wurde durch ein thorakales Druckgefühl limitiert und lag im Verlauf jeweils nur bei 20 - 25 ml pro Sitzung. Weitere Nebenwirkungen traten nicht auf.
Die vorbestehende Medikation (s. unten) wurde unverändert fortgeführt

Ergebnis:
2-18 fand sich bei echokardiographischer Kontrolle eine vollständige Normalisierung der diastolischen Funktion, die systolische Funktion war ebenfalls normal (EF 65%).
Seither traten keine Stenocardien mehr auf, die körperliche Belastbarkeit des Patienten ist gut (bei Ergometrie in 3-18 wurde eine Leistung von 150 Watt über 2 Minuten bei maximaler Herzfrequenz von 153 Schlägen pro Minute erreicht). Laut Angabe des Patienten hat sich seine "allgemeine Vitalität" verbessert.
Bei einer erneuten Nachuntersuchung einschließlich Echokardiographie 8-18 war der Befund weiterhin stabil. Die Nachbeobachtung wird fortgesetzt.

Medikation:
Amlodipin 5 mg 1x1, Candesartan 4 mg 1x1, Bisoprolol 2,5 mg 1x1, ASS 50 mg 1x1, Simvastatin 40 mg 1x1, Allopurinol 150 mg, Pantoprazol 40 mg 1x1, Vitamin D, Probiotikum.




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