zur Startseite
Allgemeines

Leistungsspektrum
  Diagnostik
  Therapie

Über Anton Kellner

Über Dr. med. Alexandra Kellner

Praxisrundgang

Kontakt

Ausstellung


Texte zu den Spezialgebieten:

Bauchbeschwerden Infos zur Mastzell­aktivierungs­störung (MCAD)

leaky gut

Aktuelles zum Thema "Leaky gut"

Die Rolle der Diaminoxidase

Senkung erhöhter Spiegel von Lipoprotein

Fallbericht einer schweren Darmbarrierestörung

Diagnostisches Vorgehen bei chronischen Bauchbeschwerden

Studie zu Insumood

Borreliose Bitte besuchen Sie unsere neue Homepage Borreliose-Saar

Verschiedenes Normalisierung einer diastolischen Dysfunktion des Herzens durch Oxyvenierungstherapie

Effekt von L-Carnosin

Polyphenole und Tumorzellen

Vitalitätsreduktion von Tumorstammzellen


Der Effekt von Carnosin auf die Ausleitung von Metallbelastungen -
Eine Untersuchung aus der Praxis Anton Kellner

Die Belastung mit potenziell krankmachenden Metallen scheint zuzunehmen.
Nach meiner praktischen Erfahrung der letzten Jahre ist der Grad der Belastung (logischerweise) vom Lebensalter abhängig.
Je älter ein Mensch wird, umso mehr Metalle nimmt er aus der Umwelt auf: über die Nahrungskette, Fremdstoffe wie Verpackungen, Kosmetika, Geschirr, Medikamente usw.
Je nach Entgiftungskapazität reichern sich die Metalle unterschiedlich stark im Organismus an.
Ablagerungen finden bevorzugt im Nervensystem, in Skelett, Nieren und Bindegewebe statt.
Metalle können sich in der Atmungskette der Mitochondrien anstelle von Übergangsmetallen wie Zink oder Selen anlagern, und somit die zelluläre Regulation, Kommunikation und Energieproduktion stören.
Toxische Metalle sind in unterschiedlichem Ausmaß an der Entstehung und Chronifizierung aller Multisystemerkrankungen beteiligt.
Negative Effekte betreffen die Förderung von Entzündungen, Autoimmunprozessen (z.B. Hashimoto-Schilddrüsenentzündung), Tumoren, Histamin-bedingten Störungen, Blutgefäßerkrankungen (Arteriosklerose), neurodegenerativen Prozessen, Bluthochdruck und vielem mehr.
Bei Borreliose können Metallbelastungen im Gewebe offenbar die Chronifizierung fördern.
In besonderem Ausmaß treten in letzter Zeit Belastungen mit Aluminium zu Tage.
Hierzu gibt es eine Fülle von schulmedizinischen Publikationen.
Im Deutschen Ärzteblatt erschien im Jahre 2013 eine Zusammenfassung des aktuellen Erkenntnisstandes. Der Zusammenhang von Aluminiumbelastung und Alzheimererkrankung ist als hoch wahrscheinlich anzusehen.

Hinzu kommt, dass meist Mehrfachbelastungen nachweisbar sind.
Die verschiedenen Metalle potenzieren sich in der Toxizität.

Wenn man eine Metallbelastung vermutet, muss man sie zunächst mit geeigneten Methoden verifizieren.
Die Untersuchung im Blut oder Urin ohne Stimulation bringt nur bei akuten, massiven Vergiftungen verwertbare Ergebnisse.
Bei chronischer Belastung sind die Metalle im Gewebe abgelagert und werden spontan nur in geringem Umfang entgiftet und freigesetzt
Der Goldstandard ist eine Ausleitung mit so genannten Chelatoren (Chele, griechisch "Klaue"), die über die Vene als Infusion verabreicht werden.
Sie ziehen die Metalle über ein Konzentrationsgefälle aus dem Gewebe und bilden stabile Komplexe, die dann über die Nieren ausgeschieden werden.
Anschließend untersucht man im Sammelurin auf Metalle.
Im positiven Falle kann man mit dieser Methode dann weitere Ausleitungen durchführen, bis die krankhafte Metallspeicherung behoben ist.
Als Chelatoren haben sich DMSA und Calcium-Natrium-EDTA bewährt.
Bis heute gibt es keine klaren Belege, dass die Chelatoren über die Blut-Hirn-Schranke in das zentrale Nervensystem (ZNS) übergehen.
Zumindest indirekt wirkt aber die konventionelle Ausleitung über die Entleerung der übrigen Schadstoffdepots und die Erzeugung eines Konzentrationsgefälles auch auf das Nervensystem.
Dies belegen vielfältige Fallbeobachtungen mit entsprechender klinisch - neurologisch / psychiatrischer Besserung nach Ausleitung.
Die Untersuchung und Behandlung erfordert eine internistische Voruntersuchung und regelmäßige Laborkontrollen.
Sie ist nach meiner fundierten praktischen Erfahrung gut verträglich und frei von relevanten Nebenwirkungen.

Im Laufe des Jahre 2013 habe ich begonnen, den Stoff Carnosin systematisch zu testen.
Carnosin ist ein Dipeptid aus Alanin und Histidin und hat vielfältige positive Eigenschaften:

  • Es wirkt antioxidativ (es macht freie Radikale (ROS, reaktive Sauerstoffspezies) unschädlich)
  • Es fördert die Neubildung von Mitochondrien
  • Es verhindert die Verzuckerung von Eiweißen (sogenannte Glykierung)
  • Es verringert die Verkürzung der Enden der Chromosome (sogenannten Telomeren) und somit die Zellalterung. Diese Effekte wurden in einer Untersuchung auch an der Haut nachgewiesen.
  • Es vergrößert im Tierversuch die Masse der insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse, senkt den Blutzucker und verbessert die Insulinempfindlichkeit, es verzögert somit die Entstehung von Diabetes Typ 2
  • Es wirkt als pH-Puffer gegen Übersäuerung
  • Es aktiviert die Histamin-N-Methyl-Transferase im zentralen Nervensystem (ZNS)
  • Und: es wirkt chelatierend auf überhöhte Konzentrationen von Kupfer und Zink im ZNS

Da Carnosin ein kleines Molekül ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es über die Blut-Hirn-Schranke geht und auch im ZNS metallbindend wirkt.

Fragestellung:
Angesichts der beschriebenen chelatierenden Wirkung wurde überprüft, ob Carnosin auch bei krankmachenden Metallen ausleitend wirkt.

PatientInnen und Methoden:
100 PatientInnen mit nachgewiesener pathologischer Metallbelastung

(62 Frauen, 38 Männer, Alter 25 bis 71 Jahre).
Die ProbandInnen wurden nach Aufklärung und Einwilligung zunächst mit der gut evaluierten Methode mit Gabe von Calcium-Natrium-EDTA und DMSA als Kurzinfusion untersucht.
Es wurden nur PatientInnen mit pathologisch erhöhter Konzentration eines oder mehrerer Metalle im Sammelurin (SU) eingeschlossen (pathologisch bedeutet, dass die vorläufigen Grenzwerte im SU (Labor MVZ Ettlingen, 2015: Aluminium 10 ug/g Kreatinin, Arsen 5 ug/g, Blei 10 ug/g, Cadmium 2 ug/g, Quecksilber 1 ug/g).) mindestens um den Faktor 5 überschritten wurden.
Die Vorbereitung der Ausleitung entsprach dem in meiner Praxis üblichen Standard
Nach Erhalt der Ergebnisse der 1. Ausleitung wurde die Ausleitung mit intravenöser Gabe von 3 Gramm Carnosin in 250 ml NaCl 0,9 % als Infusion bei ebendiesen 100 ProbandInnen durchgeführt. Im Anschluss wurde der Sammelurin erneut auf Metalle untersucht.

Ergebnisse:
58 % der getesteten Personen leiteten mit Carnosin Aluminium und Arsen aus.
Eine effektive Ausleitung wurde definiert als Anstieg der Urinkonzentration um einen Faktor von mindestens 2 über den Grenzwert).
Andere Metalle wie Quecksilber, Blei oder Cadmium wurden bei den untersuchten Patienten nicht in nennenswerter Menge mobilisiert.
Wovon es abhängt, ob ein Mensch mit Carnosin ausleitet (das heißt ein Responder ist) oder nicht (ein Non-Responder ist), ist bisher.ungeklärt.
Die Ausleitung war frei von relevanten substanzbezogenen Nebenwirkungen.
Bei besonders starker Belastung kam es zu unspezifischen Reizeffekten (Müdigkeit, Kopfschmerzen). Bei 5 Patientinnen wurde ein kurzdauerndes Kribbeln im Nacken beobachtet.
Bei 22 der Responder wurde bei nachgewiesener Effektivität von Carnosin über 3 Monate mit 1 x 1000 mg Carnosin oral (als Kapseln vor dem zu Bett Gehen eingenommen) weiter ausgeleitet.
Nach 2 Monaten wurde eine erneute Ausleitung mit Calcium-Natrium-EDTA und DMSA durchgeführt.

Bei 11 PatientInnen kam es zu einer völligen Normalisierung der zuvor teilweise exzessiv erhöhten Aluminiumwerte, bei den übrigen waren die Werte stark rückläufig (über 50% des Ausgangswertes).
Auch die Arsenbelastung ging zurück, wenn auch nicht so beeindruckend.

Bei PatientInnen mit neurologischen Symptomen war die Besserung der Symptome und Beschwerden (Depression, Schlafstörung, verminderte Stressresistenz) beeindruckend.


Zusammenfassend besteht die Möglichkeit, mit oraler Gabe von Carnosin Aluminium- (und Arsen-)belastungen zuverlässig und nebenwirkungsfrei auszuleiten.
Vorab muss vorher geklärt werden, ob die PatientInnen auf Carnosin ansprechen, das heißt Responder oder Non-Responder sind.

Carnosin hat weitere positive Effekte im menschlichen Organismus.


nach oben Δ


Arztpraxis
Anton Kellner

Talstraße 17
66119 Saarbrücken

Telefon 0681 - 5 34 91
Fax 0681 - 5 34 44
Neue Email:
antonkellner@versanet.de


Sprechzeiten

Mo - Fr vormittags
8.30 - 12 Uhr
Mo, Di & Do nachmittags
15.30 - 17.30 Uhr

Damit ich genügend Zeit
für Ihre Beratung ein-
planen kann, bitte ich um Terminvereinbarung.


Anfahrt

Lage- und Anfahrtsplan